Zwei Aspekte der Metallbearbeitung

Um Metallbauteile zu verbinden, bedienen sich Industrie und Handwerk der Schweißtechnik. Die Normen DIN 1910-100 und EN 14610 bringen es auf den Punkt: Schweißen bedeutet „das unlösbare Verbinden von Bauteilen unter Anwendung von Wärme oder Druck …“. Beim Verbindungsschweißen werden zwei Einzelteile mittels einer Schweißnaht, eines Schweißpunkts oder einer Schweißfläche zusammengesetzt, Auftragsschweißen bedeutet Beschichtung eines Werkstücks.
Neben dieser Differenzierung wird die Schweißtechnik je nach Verfahrensweise in zwei Gruppen eingeteilt: Schmelz- und Pressschweißen. Schmelzschweißverfahren kommen ohne Kraftaufwand aus.
Metall wird aufgeschmolzen und durch das Zusammenfließen des geschmolzenen Materials zusammengefügt. Diese Methode bewährt sich bei allen Stoffen, die einen schmelzflüssigen Zustand erreichen können. Pressschweißverfahren benötigen Kraft und Druck. Die Verbindungsstellen der Werkstoffe werden nicht ganz auf- sondern nur angeschmolzen, an der Nahtstelle wird die pastöse Masse zusammengepresst.
Ein weiterer Aspekt der Metallbearbeitung ist das präzise In-Form-Bringen eines Werkstücks. Dies geschieht mit einer Fräsmaschine. Man stelle sich darunter eine Werkzeugmaschine vor, die mit Hilfe rotierender Schneidwerkzeuge von einen Werkstück überflüssiges Material in Form von Spänen abträgt. Die Fräse arbeitet in mindestens drei Vorschubrichtungen, was die dreidimensionale Bearbeitung von Werkstücken sehr erleichtert. Zur Spitzentechnik im Werkzeugbau zählt die CNC-Fräse. CNC steht für Computerized Numerical Control und damit für Präszisionsfertigung mittels computergestützter Steuerungstechnik.